Leihen statt kaufen: Der neue Trend

Werkzeug und Geräte kann man auch leihen statt sie zu kaufen. Das spart Geld und schont die Ressourcen.

Werkzeug und Geräte kann man auch leihen statt sie zu kaufen. Das spart Geld und schont die Ressourcen.

Warum unbedingt eine Heckenschere kaufen, wenn sie doch nur ein- oder zweimal im Jahr benötigt wird? Warum ein Wohnmobil elf Monate im Jahr vor der Garage parken und nur vier Wochen lang im Sommer benutzen? Gerade Gegenstände, die nicht permanent in Gebrauch sind, muss man nicht zwangsläufig besitzen. Leihen statt kaufen lautet die Leitidee der “Leih-Ökonomie”: Wenn sich mehrere Personen zusammen die besagte Heckenschere teilen, spart das Geld, schont Ressourcen und dient damit auch der Umwelt. Das Leihen ist heute per Internet und App zum Kinderspiel geworden.

Leihen und Geld sparen

Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Hobby-Equipment: Im Grunde gibt es fast nichts, was man nicht mit anderen teilen kann. Waren es früher eher die Freundschaftsdienste über den Gartenzaun hinweg, erhält das Leihen heute einen organisierten Anstrich. Das macht das Leihen einfach und praktisch. So gibt es in immer mehr Städten spezielle Leihläden, die als feste Anlaufstelle dienen. Eine praktische Alternative sind zudem Onlinebörsen fürs Leihen und Verleihen. Zu den bekannten Adressen zählt etwa fairleihen.de. Praktisch für Smartphone-Nutzer ist auch die App “Why own it”, erhältlich für Apple-Geräte, mit der sich Angebote einstellen oder gezielt Leihgeräte suchen lassen.

Was passiert bei Schäden?

Das Leihen macht Spaß, spart bares Geld und führt nicht selten zu neuen Bekanntschaften. Wichtig ist dabei nur, sich für den Fall der Fälle abzusichern. Kaputt gehen kann aus Versehen schließlich immer mal was. Rechtlich ist dieser Fall klar: Wer sich etwas ausleiht und den Gegenstand beschädigt, muss für eine Reparatur oder Ersatz sorgen – die Abdeckung von Leihschäden ist allerdings bei vielen Haftpflichtversicherungen ausgeschlossen. Dies sollte man am besten prüfen, bevor man ins “Leihgeschäft” einsteigt.

Leihen ist immer kostenfrei

Noch ein Hinweis zum Stichwort “Geschäft”: Wer beispielsweise Werkzeug verleiht und dafür Bargeld sehen möchte, entspricht nicht mehr dem Gedanken der Leih-Ökonomie. Gegenstände gegen Geld rauszugeben ist keine Leihe mehr, sondern eine Vermietung – Einnahmen daraus sind natürlich auch zu versteuern. Zudem ist der Vermieter dafür verantwortlich, dass der Leihgegenstand einwandfrei funktioniert. Besser ist es also, das Leihen weiter als reinen Freundschaftsdienst zu betrachten – und anderen ganz ohne Bezahlung zu helfen.