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Lösemittel und ihre Folgen

Wer auf Wohngesundheit Wert legt, sollte auf lösemittelfreie Produkte zum Streichen zurückgreifen.

Wer auf Wohngesundheit Wert legt, sollte auf lösemittelfreie Produkte zum Streichen zurückgreifen.

Eine Renovierung bringt Schmutz, Unruhe und Kosten mit sich. Sie erlaubt es aber auch, etwas für ein besseres Raumklima zu tun. Nach Untersuchungen des Umweltbundesamtes halten wir uns im Mittel täglich 20 Stunden in Innenräumen auf – rund 14 Stunden davon in den eigenen vier Wänden. Deshalb sollten Sie beim Malen und Anstreichen die mögliche Belastung der Innenraumluft mit Schadstoffen nicht aus den Augen verlieren und im Baumarkt nicht gleich zum erstbesten Produkt greifen.

Es riecht so schön nach frischer Farbe

Dieser Geruch, der typisch ist für Lösemittel, stellt sich beim Malen und Renovieren schnell ein. Da hilft nur intensives Lüften. Doch selbst wenn der Geruch frischer Farbe längst verflogen ist, können noch immer Schadstoffe an die Raumluft abgegeben werden. Beim Umgang mit Pinsel und Rolle entweichen jedes Jahr zehntausende Tonnen Lösemittel. Diese flüchtigen organischen Verbindungen (FOV oder englisch VOC = Volatile Organic Compounds) stehen in engem Zusammenhang mit zunehmenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Bewohner. Insbesondere die Verarbeitung von aromatenhaltigen VOC ist extrem bedenklich.

Mögliche Folgen können sein:
– Infektionen
– Atemwegsbeschwerden
– Allergien
– Juckreiz
– Hauterkrankungen
– Müdigkeit
– Kopfschmerzen

Aber auch Schädigungen des Nervensystems sind je nach Art des Lösemittels festgestellt worden. Zudem stehen VOC im Verdacht, Krebs auszulösen. Deshalb gilt der Einsatz lösemittelhaltiger Anstriche insbesondere im Bereich von Schlaf- und Kinderzimmern als bedenklich. Gerade während der Nachtruhe wirken Schadstoffe auf den Körper besonders intensiv und können zu Symptomen wie nächtliches Schwitzen, Augen- und Schleimhautreizungen oder Ein- und Durchschlafstörungen führen.

Label stiften häufig Verwirrung

Umweltlabel und Biosiegel sollen Ihnen bei der Kaufentscheidung helfen. Doch statt Transparenz stiften sie oftmals mehr Verwirrung. Zum einen sind sie häufig kein Garant für uneingeschränkte Unbedenklichkeit, weil nicht immer das Gesamtprodukt getestet wird. Zum anderen orientieren sich viele Zeichen vorrangig am Umwelt- und Ressourcenschutz und berücksichtigen gesundheitliche Aspekte oft gar nicht. Außerdem heißt schadstoffarm nicht automatisch, dass keine Lösemittel enthalten sind. Bestes Indiz für das Gesundheits- und Umweltbewusstsein des Herstellers ist die Rezepturen-Liste. Dabei gilt: je ungenauer ein Produkt beschrieben ist, desto höher die gesundheitlichen Risiken.

Fazit: Damit Sie sich nicht zusammen mit Tapeten, Kleister, Farben und Lacken unbeabsichtigt Schadstoffe in die eigenen vier Wände holen, lohnt ein genauer Blick auf die Rezepturen-Liste. Das erfordert zwar etwas mehr Zeit und Mühe, trägt aber in hohem Maße zur Wohnqualität und Ihrem Wohlbefinden bei.

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