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Holz im Garten pflegen – Tipps vom Experten

Holz im Garten richtig pflegen - hier finden Sie Tipps.

Holz im Garten richtig pflegen – hier finden Sie Tipps.

Wie werden Naturfarben richtig angewendet, worauf ist bei Gartenholz in Sachen Pflege zu achten, wie bleiben Gartenhäuser und Zäune lange geschützt? Immer wieder erreichen uns Anfragen von Kunden, die unsere Farb- und Lackexperten gerne beantworten. Sie haben auch eine Frage: Schreiben Sie uns an info@biopin.de oder rufen Sie uns an: Telefon 04461-7575-0. Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Anregungen.

Vorab finden Sie hier einige der am häufigsten gestellten Fragen rund um Holz im Garten.

Wie belastbar und langlebig sind Naturfarben?

Naturfarben dringen tief in das Holz ein, weil die Moleküle ein Zehntel kleiner sind als bei Petrochemie-Produkten. Wenn man die Wetterbeständigkeit vergleicht, sind Wetterschutzfarben und Lasuren aus natürlichen Ölen deutlich besser, da diese keine Filme bilden, die aufreißen können. Die größten Schadensbilder bei der Beschichtung von Hölzern im Außenbereich bilden Aufkrempelungen des Farbanstriches. Diese gibt es bei guten Naturfarben nicht, weil diese keine Harze enthalten, die zerreißen können.

Wie lassen sich verschmutzte und unansehnlich gewordene Teakmöbel im Garten pflegen?

Zunächst müssen die Möbel von Verschmutzungen und Vergrauungen befreit werden. Nach dem Entfernen des groben, losen Schmutzes mit Besen oder Handfeger ist eine Behandlung mit einem Teakholz-Entgrauer eine gute Lösung. Hiermit wird recht einfach der Großteil der Vergrauungen und Verschmutzungen entfernt. Eine Behandlung mit einem Gartenmöbelöl, zum Beispiel in einem Holzton wie Teak, schützt die Möbel lange gegen Feuchtigkeit, UV-Strahlen, Vergrauung und Verschmutzungen.

Wie sollte man Holzzäune im Garten pflegen? Schützt der Anstrich zugleich vor einem Pilzbefall?

Widerstandsfähige Harthölzer wie etwa Eiche brauchen weniger Schutz, teilweise werden diese eigens nicht gestrichen, um eine silbergraue Patina zu erreichen. Wer einen Befall mit Pilzen vermeiden möchte, sollte direkt beim Erstanstrich geeignete Mittel wie ein Holzwurm-Frei nutzen. Das Produkt versteinert das Holz, so dass sich Pilzsporen nicht im Holz verankern können – und das ganz ohne fungizide Mittel. Diese Möglichkeit besteht aber nur, wenn das Holz noch frisch aufgestellt ist und anschließend mit einem anderen Produkt gestrichen wird.

Gibt es auch Naturfarben zum Lasieren von Holz, zum Beispiel für Treppengelände im Außenbereich oder einen Gartenzaun, und ist was dran, dass man hier angeblich mit Naturprodukten häufiger streichen muss?

Natürlich gibt es sehr gute geeignete Naturfarben für hochbeständige Anstrichergebnisse im Außenbereich. Die langfristige Lebenserwartung der Naturfarben steht nach unseren Ergebnissen der klassischen Chemie in nichts nach. Der Grund: Die Naturfarben auf Ölbasis werden inzwischen ohne Harze hergestellt, so dass es sich um Wetterschutzfarben- oder Wetterschutzlasuren handelt, die keinen Film bilden, der aufreißen kann. Der heutige Schwachpunkt der klassischen Chemieprodukte ist ein Aufreißen oder Aufkrempeln von kleinen Stellen in den Lackschichten, die sich schnell ausweiten und zu einer aufwändigen Renovierung führen können. Die Naturfarbenhersteller, die für Ihre Außenprodukte keine Harze einsetzen, gewährleisten zusätzlich eine kinderleichte Renovierung ohne Anschleifen.

Wie lassen sich vergraute Teakmöbel im Garten wieder aufbessern?

Um den Grauschleier oder eine tiefliegende Vergrauung vom Holz zu entfernen, hilft meist ein mühsames Schleifen nicht mehr. Hier werden von verschiedenen Herstellern wirklich wirkungsvolle Holzentgrauer angeboten. Einfach satt einstreichen, nach kurzer Einwirkzeit mit Schwamm oder Scheuerschwamm und klarem Wasser abreiben, nachspülen, fertig. Hiermit wird das Holz wieder fast wie neu. Nach der Trocknung von etwa einem Tag leicht mit feinem Schleifpapier oder Schleifschwamm nachschleifen, und die Flächen sind zum Ölen bereit.

Wie müssen Terrassenböden und die Gartenmöbel aus Holz gestrichen oder imprägniert werden? Welches Material ist empfehlenswert?

Grundsätzlich sind bei Terrassenbelägen und Gartenmöbeln aus Holz Öle die bessere Wahl. Je nach Beanspruchung oder Verwitterungsgrad ist eine Pflege mit einem Terrassenöl oder Gartenmöbelöl einfacher und effektiver. Je nach Beanspruchung sollte man die Oberfläche zweimal im Jahr ölen. Leider reicht es aufgrund der Witterung nur sehr selten, das Holz einmal im Jahr zu ölen. Wir empfehlen grundsätzlich zu Beginn der Saison Möbel und Terrasse zu reinigen und zu ölen. Eine zusätzliche Behandlung im Sommer sorgt für dauerhafte Freude an einer geschützten Holzoberfläche.

Brauchen Holzzäune immer eine Imprägnierung mit Chemie oder gibt es auch Naturprodukte zum Imprägnieren? Ist der Schutz vor Witterung hierbei ausreichend? Wie ist es mit fungizider Wirkung?

Hier kommt es vor allem auf die Holzart des Zauns an. Widerstandsfähige Harthölzer (Eiche und andere) brauchen weniger Schutz, teilweise werden diese eigens nicht gestrichen, um eine silbergraue Patina (wie etwa bei Lärche) zu erreichen. Fungizide Wirkstoffe helfen dem Holz gegen Pilzbefall, da diese die Pilze abtöten. Diese Mittel können nicht gut für den Menschen sein, werden aber benötigt, wenn das Holz schon mit Pilzen befallen ist. Mittel wie etwa biopin Holzwurm-Frei können als Erstanstrich im Außenbereich angewendet werden und schützen dann das Holz auch gegen Pilze. Das Produkt versteinert das Holz und daher können die Pilzsporen sich nicht im Holz verankern, und das ganz ohne fungizide Mittel. Diese Alternative besteht aber nur, wenn das Holz noch frisch aufgestellt ist und anschließend mit einem anderen Produkt gestrichen wird.

Wenn Hausherren den Sandkasten und andere Kinderspielgeräte für Kinder im Garten, die aus Holz sind, renovieren und neu streichen möchten, gibt es dabei Normen oder Vorgaben, die zu beachten sind? Wie ist es mit Chemikalien und den damit verbundenen Belastungen?

Wenn Weichholz mit dem Boden in Kontakt kommt, führt dies zum Verfaulen. Alternativ kann man das Holz mit giftigen Imprägnierungen streichen, was zwar Pilze und Insekten tötet, aber für Menschen auch nicht ungefährlich ist. Eine Sandkiste, die nicht aus Eiche oder einem ähnlichen Hartholz gefertigt ist, wird nach vier bis acht Jahren verfaulen, oder die Hölzer sind druckimprägniert. Die meisten Spielgeräte sind heute mit Salzen druckimprägniert. Diese Hölzer können leider nicht mit jeder Farbe gestrichen werden. Die eingesetzte Farbe muss für druckimprägnierte Hölzer geeignet sein. Ein Anstrich mit geeigneten Farben sollte jedoch erst ein Jahr nach dem Aufbau durchgeführt werden, denn die Salze sollten von der Holzoberfläche abgespült sein. Zu Normen oder Vorgaben: Für Spielzeug im Innenbereich gilt die EN71 (speichelecht), der Außenbereich hingegen ist eine Grauzone.