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Bienenwachs – unser liebster Rohstoff

Bienen liefern den Grundstoff für ein natürliches Holzpflegemittel. Foto: thx

Bienen liefern den Grundstoff für ein natürliches Holzpflegemittel. Foto: thx

 

Bienenwachs wird schon seit alters her als Konservierungs- und Pflegemittel benutzt. Das Ausscheidungsprodukt der Honigbienen eignet sich besonders für den Schutz von Hölzern im Innenbereich, wie etwa Decken und Wandverkleidungen, Türen, Fußböden und Möbeln. Es wirkt antistatisch und schützt das Holz vor Feuchtigkeit und Verschmutzungen. Bienenwachs ist einer unserer liebsten Rohstoffe, denn es ist atmungsaktiv, betont den natürlichen Charakter des Holzes und verleiht ihm einen schönen seidigen Glanz.

Viele fleißige Bienchen sind nötig

Die Herstellung der Waben stellt für die Bienen eine große Kraftanstrengung dar. Für die Wachsproduktion müssen sie vier- bis zehnmal mehr an Nektar aufnehmen, als für die Honigproduktion erforderlich ist. Deshalb werden auch nur zwischen April und Juli neue Waben gebaut, denn dann ist das Angebot an Nektar in den Blüten besonders groß. Beteiligt an der Wachsproduktion sind aber nur Arbeitsbienen, die gerade als Baubienen tätig sind. Über acht Drüsen an den hinteren Bauchschuppen sondern sie kleine, brüchige und farblose Plättchen ab, die mit den Hinterbeinen abgenommen und anschließend mit den Mundwerkzeugen durchgeknetet werden. Erst dadurch erhält das Wachs zusammen mit dem Speichel seine geschmeidige Konsistenz. 30.000 Bienen brauchen etwa 50 Tage, um etwas mehr als ein halbes Pfund Wachs zu erzeugen.

Bienenwachs – so vielseitig verwendbar

Mit Produkten auf Bienenwachsbasis können Sie Ihr Holz nicht nur auf natürliche Weise pflegen, veredeln und schützen. Das Naturprodukt wird auch in der Süßwarenindustrie eingesetzt, damit zum Beispiel Bonbons, Fruchtgummi oder Lakritze in der Packung nicht zusammenkleben. Daneben findet das Wachs der Bienen als Grund- oder Zusatzstoff in kosmetischen Produkten Verwendung.

Holz mit Bienenwachs umweltfreundlich pflegen und schützen 

Bienenwachs eignet sich als Möbelpolitur und zur Nachbehandlung oder Ausbesserung von bereits mit Ölen, Wachsen oder Lasuren behandelten Hart- und Weichhölzern im Innenbereich. Für unbehandeltes oder bereits lasiertes Holz – wie Profilholz, Sichtbalken, Türen oder Regale – sollten Sie besser zu einer transparent farbigen oder farblosen Bienenwachslasur greifen. Sie besitzt ein gutes Eindringvermögen und erzeugt – je nach Poliergrad – seidenmatte oder seidenglänzende Oberflächen. Zur Pflege und Veredelung unbehandelter oder grundierter Oberflächen eignet sich auch ein lösemittelfreier, farbloser Bienenwachsbalsam, der den natürlichen Holzcharakter besonders betont und unterstützt.

Einfach in der Verarbeitung

Die Verarbeitung ist denkbar einfach und stellt auch für Ungeübte keine Herausforderung dar. Die Wachszubereitungen werden mit einem sauberen Baumwolltuch oder Pinsel auf das gereinigte, trockene Holz dünn und gleichmäßig aufgetragen. Achten Sie bitte darauf, dass die Wachsschicht nicht zu dick wird. Nach dem Trocknen polieren Sie mit einer Glättebürste, einem Baumwolltuch oder einem Poliervlies nach, bis der gewünschte Glanz erreicht ist.

Öfter wachsen schadet nicht

Gewachste Holzmöbel haben eine wasserabweisende Schutzschicht, die allerdings von Zeit zu Zeit erneuert werden sollte. Die Intervalle sind abhängig von der Beanspruchung und dem Standort. So müssen Sie zum Beispiel Schränke, die nicht direkt der Sonne oder der Heizung ausgesetzt sind, nur etwa alle zwei Jahre neu wachsen. Tische, die täglich benutzt werden, vertragen dagegen mindestens ein-, besser zweimal im Jahr frisches Wachs. Häufigeres Wachsen kann allerdings auch nicht schaden.

Kleiner Schaden – schnell behoben

Mit Bienenwachs behandelte Oberflächen haben einen großen Vorteil: Flecken und Kratzer lassen sich einfach entfernen. Zunächst reinigen Sie die betroffene Stellen gründlich mit einer Seifenlauge. Anschließend mit einem feinkörnigen Sandpapier vorsichtig anschleifen, säubern und neu wachsen.

Tipp: Lösemittelfreie Bienenwachszubereitungen sind besonders gut zur Pflege und Auffrischung von Holzspielzeugen geeignet. Achten Sie beim Kauf darauf, dass sie der DIN-EN 71, Teil 3 über die Sicherheit von Kinderspielzeug entsprechen.